Der Pfad ist das Ziel.

Genauso ist es. Schön langsam, sanft hechelnd den Berg raufrollen, später schieben. Und dann entscheiden: Die Bank da ist das Ziel. Guckt auch keiner? Pause. Nach kontrolliertem Ablegen des treuen Gefährts wird sich erstmal nach vorne gebeugt, das beginnende Keuchen entwickelt sich zu einem Ringen nach Atem, die innere Stimme beurteilt diese Situation mit: “Das ist doch Scheiße” – und unter den Füßen ruht der Rheinwesterwälder Vulkanrücken.
bank_im_wald
Der soeben ausgemergelte Körper erholt sich nur langsam. Die durch die schattenspendenden Blätter glitzernden Sonnenstrahlen sind schon jetzt bereits gnadenlos – denn es ist März. Der Blick wandert nun wieder nach oben, ein nächstes Kleinziel vor Augen, die Pedale knirscht leicht beim Aufsitzen und das Abenteuer des mechanischen Ausritts geht weiter. Aus Mann und Gefährt wird nun eine Einheit, eine Art Borg. Die bald erreichte Weggabelung verpflichtet erneut inne zu halten, das GPS-Handy zu bemühen, zu schnauben, das Naturelebnis zu sehen, zu hören, zu riechen und bedingt durch Erschöpfung als unfassbar schön aufzusaugen.

Der Dreistundenzeitfüralles-Ehrgeiz und die mahnischen Worte Olli Kahns beflügeln aufs Neue, den nächsten Trailabschnitt zu meistern: „Weiter, weiter, immer weiter!“

16. April 2014 von Herr Einzel
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